Robert Nabenhauer: Wer steckt hinter dem Namen?

Admin

21. Juli 2026

Robert Nabenhauer: Wer steckt hinter dem Namen?

Wer in der deutschsprachigen Unternehmerszene nach Personen sucht, die sich konsequent mit den Themen Vertrieb, Netzwerkaufbau und passives Einkommen beschäftigen, stößt früher oder später auf Robert Nabenhauer. Der Name taucht in Blogbeiträgen, Podcasts und Fachpublikationen auf. Trotzdem wissen viele nicht genau, was dieser Mann konkret gemacht hat und womit er seinen Ruf aufgebaut hat.

Kaufmann mit klassischem Fundament

Robert Nabenhauer wurde 1975 geboren und wuchs in der Bodenseeregion auf. Seine berufliche Laufbahn begann nicht mit einem Startup oder einer digitalen Idee, sondern mit einer ganz klassischen kaufmännischen Ausbildung. Er absolvierte eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann und sammelte danach Erfahrungen im Vertrieb physischer Produkte.

Dieser Hintergrund ist kein unwichtiges Detail. Nabenhauer lernte früh, was es bedeutet, Kunden direkt zu überzeugen, Preisverhandlungen zu führen und Lieferketten zu managen. Das unterscheidet ihn von vielen späteren Unternehmern, die ihren Weg direkt über das Internet begonnen haben, ohne je ein Produkt physisch verkauft zu haben. Er kennt beide Welten.

Der Aufbau von NabenhaurConsulting

Der Schritt in die Selbstständigkeit kam Anfang der 2000er Jahre. Nabenhauer gründete die NabenhaurConsulting GmbH mit Sitz in der Schweiz, konkret in Steinach im Kanton St. Gallen. Das Unternehmen fokussierte sich auf Vertriebsstrategien, Prozessoptimierung und später auf digitales Marketing.

Besonderes Gewicht legte er dabei auf LinkedIn. Zu einem Zeitpunkt, als die meisten deutschen Unternehmen das Netzwerk noch kaum kannten, entwickelte Nabenhauer ein System zur automatisierten Kontaktaufnahme und Leadgenerierung über diese Plattform. Er nannte das Prinzip „PreSales Marketing“ und beschrieb damit einen Ansatz, bei dem Vertrauen und Sichtbarkeit aufgebaut werden, bevor überhaupt ein Verkaufsgespräch stattfindet.

Dieses Konzept veröffentlichte er 2012 in einem gleichnamigen Buch. Das Buch wurde mehrfach nachgedruckt und gilt in bestimmten Vertriebskreisen noch heute als Standardreferenz für automatisierten B2B-Vertrieb über soziale Netzwerke.

Was „PreSales Marketing“ konkret bedeutet

Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Anstatt potenzielle Kunden sofort mit Angeboten zu konfrontieren, geht es darum, zunächst Mehrwert zu liefern. Das kann durch Fachartikel, Kommentare oder kostenlose Inhalte geschehen. Der Kontakt wird warm, bevor er kalt angesprochen wird.

Nabenhauer hat diesen Ansatz systematisiert und teilweise automatisiert. Konkrete Schritte in seinem Modell umfassen unter anderem:

  • Aufbau eines klar positionierten LinkedIn-Profils mit Fokus auf die Zielgruppe
  • Systematische Kontaktaufnahme mit potenziellen Geschäftspartnern nach definierten Kriterien
  • Versand vorbereiteter Nachrichtensequenzen, die auf den jeweiligen Kontakt abgestimmt sind
  • Schritt-für-Schritt-Qualifikation der Kontakte, bevor ein persönliches Gespräch stattfindet

Kritiker merken an, dass dieser Ansatz in der Masse unpersönlich wirken kann. Befürworter sehen darin einen strukturierten Weg, der besonders für kleinere Unternehmen ohne großes Vertriebsteam funktioniert.

Verleger, Autor und Seminaranbieter

Nabenhauer blieb nicht bei einem einzigen Geschäftsfeld. Er gründete den Nabenhauer Verlag, über den er eigene und fremde Fachtitel zum Thema Unternehmertum, Vertrieb und Persönlichkeitsentwicklung veröffentlicht. Die Zahl der über diesen Verlag erschienenen Titel liegt im zweistelligen Bereich.

Parallel dazu baute er ein Seminar- und Coaching-Angebot auf. Inhalte sind unter anderem Zeitmanagement nach selbst entwickelten Methoden, Aufbau digitaler Geschäftsmodelle und Netzwerkstrategien. Diese Angebote richten sich überwiegend an Selbstständige und Unternehmer im deutschsprachigen Raum.

Wer sich einen ersten sachlichen Überblick über den Werdegang verschaffen möchte, findet unter who is Robert Nabenhauer eine kompakte biografische Einordnung, die Stationen und Schwerpunkte seines Schaffens zusammenfasst.

Wie belastbar ist der Ruf?

Jeder Name, der in der Coaching- und Beratungsbranche bekannt wird, zieht auch kritische Stimmen an. Bei Nabenhauer ist das nicht anders. Ein Teil der Kritik bezieht sich auf die Automatisierung der Kommunikation, die manchem Empfänger zu mechanisch erscheint. Andere bemängeln, dass bestimmte Versprechungen in Werbematerialien überzogen formuliert sind.

Auf der anderen Seite gibt es nachweisbare Substanz: Das Unternehmen existiert seit über 15 Jahren, der Verlag ist im Buchhandel gelistet, und die Bücher sind belegbar verkauft worden. Das ist in einer Branche, in der viele Namen so schnell wieder verschwinden wie sie auftauchen, kein selbstverständlicher Befund.

Nabenhauer hat außerdem mehrfach offen über Rückschläge geschrieben, unter anderem über geschäftliche Krisen und den Neuaufbau nach Fehlentscheidungen. Ob man das als Authentizität oder als kalkuliertes Storytelling bewertet, hängt vom Standpunkt ab. Aber es ist ein Merkmal, das ihn von vielen Glattzüngern der Szene unterscheidet.

Einordnung: Was bleibt?

Robert Nabenhauer ist kein Tech-Gründer, der ein Unternehmen mit Millionenbewertung aufgebaut und verkauft hat. Er ist auch kein Wissenschaftler, der Vertriebsmethoden empirisch erforscht. Was er ist: ein praktisch denkender Kaufmann, der früh erkannt hat, dass digitale Netzwerke systematisch für den Vertrieb nutzbar sind, und der daraus ein Beratungsgeschäft gemacht hat.

Die Methoden, die er entwickelt hat, sind nicht revolutionär im technischen Sinne. Aber sie sind konkret beschrieben, nachvollziehbar und für kleine Betriebe ohne großen Marketingapparat umsetzbar. Das erklärt die anhaltende Sichtbarkeit des Namens, auch ohne virales Produkt oder prominente Medienpräsenz.

Wer sich mit dem Thema automatisierter Vertrieb über Netzwerke befasst, kommt an Nabenhauer zumindest als Referenzpunkt nicht vorbei. Ob die Methoden im eigenen Kontext passen, muss jeder Unternehmer selbst bewerten. Die Grundlage für eine sachliche Einschätzung ist jedenfalls vorhanden.